Gütesiegel Berufsorientierung

von links: Staatssekretär Steffen Saebisch, Kultusministerin Dorothea Henzler, Konrektorin Tamara Prostmeyer, Schulleiter Dieter Weis, Prof. Dieter Weidemann (Präsident der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e.V.) Foto: Martin Joppen, Frankfurt
Leuchttürme
in der bundesweit einzigartigen OLoV-Landschaft:
Die Theodor-Litt-Schule Michelstadt hat am 06. September 2011 das „Gütesiegel
Berufsorientierung Hessen“ erhalten. Kultusministerin Dorothea Henzler
überreichte die Auszeichnung gemeinsam mit Wirtschaftsstaatssekretär Steffen
Saebisch und dem Präsidenten der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände,
Professor Dieter Weidemann, am Sitz der Deutschen Börse Group in Eschborn.
Seit 2008 arbeiten die hessischen Schulen mit den Bildungsgängen Haupt- und
Realschule und die Förderschulen mit dem Schwerpunkt Lernen an der Umsetzung
der Standards der hessenweiten Strategie „Optimierung der lokalen
Vermittlungsarbeit bei der Schaffung und Besetzung von Ausbildungsplätzen in
Hessen“ (OloV). Ziel von OloV ist es, den Übergang von der Schule in den Beruf
so zu gestalten, dass die jungen Menschen problemlos in eine Ausbildung
vermittelt werden können, die ihren Neigungen und Fähigkeiten entspricht. Mit
dem Gütesiegel für vorbildliche Berufsorientierung können Schulen für jeden
sichtbar belegen, dass sie die Standards von OloV in besonders herausragender
Weise erfüllen.
Im Schuljahr 2010/2011 wurde das Zertifizierungsverfahren erstmalig in Hessen
ausgeschrieben. Von den 134 Bewerbungen konnten 90 durch hervorragende Leistungen
die Jury von der Qualität der Berufsorientierung und der Förderung der
Ausbildungsreife überzeugen. Das Gütesiegel wird vergeben in Zusammenarbeit von
Hessischem Kultusministerium, der Vereinigung der hessischen
Unternehmerverbände, der Arbeitsgemeinschaft der Hessischen Handwerkskammern,
des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung, der
Arbeitsgemeinschaft hessischer Industrie- und Handelskammern und der
Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit.
„Es ist wichtig, dass junge Menschen für Berufe ausgebildet werden, die ihnen
Zukunft, Erfüllung und gute Verdienstmöglichkeiten bieten. Die für ihre Anstrengungen
im Bereich Berufsorientierung ausgezeichneten Schulen nehmen eine
Vorbildfunktion im ganzen Land ein.“, sagte der Vorstandsvorsitzende der
Deutsche Börse AG, Reto Francioni, in seiner Begrüßung.
„Die Siegerschulen sind Leuchttürme in der bundesweit einzigartigen
OLoV-Landschaft und damit Vorbild für andere Schulen“, sagte Prof. Dieter
Weidemann, Präsident der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU),
stellvertretend für die gesamte hessische Wirtschaft in seinem Grußwort. Eine
intensive Berufsorientierung in der Schule helfe den Jugendlichen, den
richtigen Beruf zu finden und Ausbildungsabbrüche zu reduzieren. Dies komme in
erster Linie den Schülern, aber auch den Unternehmen zugute.
Kultusministerin Dorothea Henzler dankte den vielen ehrenamtlichen Auditoren,
die sich ein Bild von der Leistungsfähigkeit in den Schulen gemacht haben und
brachte ihre Freude über die enorme Anzahl der zertifizierten Schulen zum Ausdruck:
„Im novellierten Schulgesetz ist die Berufsorientierung jetzt fest verankert.
Ich freue mich feststellen zu können, dass diese Aufgabe bereits von vielen
hessischen Schulen in vorbildlicher Weise gelebt wird.“
„Fachkräftenachwuchs zu entwickeln, wird für die hessischen Unternehmen immer
wichtiger“, sagte Wirtschaftsstaatssekretär Steffen Saebisch bei der
erstmaligen Verleihung des „Gütesiegels Berufsorientierung Hessen“ in Eschborn.
„Unser Ziel ist die bessere Vorbereitung junger Menschen auf die Arbeitswelt
von morgen, denn wirtschaftlicher Erfolg und Wachstumssicherung erfordern
qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Mit der Verleihung eines
Gütesiegels für vorbildliche Berufsorientierung an 90 hessische Schulen stärken
wir die Bedeutung der Be-rufsorientierung an den allgemeinbildenden Schulen.
Eine umfassende Berufsorientierung legt die Grundlage für eine fundierte
Berufswahl. Dies kommt nicht nur den jungen Menschen, sondern auch den
ausbildenden Unternehmen zugute. Die Gefahr von Ausbildungsabbrüchen sinkt, und
die Ausbildung des eigenen Fachkräftenachwuchses garantiert optimale
Betriebsabläufe.“