Paedagogisches Beratungszentrum
Konzept
Ausgangslage
Zum Schuljahresende 2002 wurde im Odenwaldkreis die Klasse für Erziehungshilfe in der Sekundarstufe I vom Schulamt aufgrund personeller und konzeptioneller Probleme aufgelöst. Die vorhandenen Jugendlichen wurden an die Regelschulen zurücküberwiesen. Dazukommende Kinder mit Erziehungshilfebedarf sollten ebenfalls an den Regelschulen verbleiben und integriert werden. Das Team der Schulsozialarbeit an der TLS wurde durch eine Sozialpädagogin (angestellt bei den Jugendwerkstätten Odenwald e.V.) und eine Lehrerin (eingestellt durch das Schulamt), beide mit Erziehungshilfeerfahrung erweitert. Ein neues Konzept zur Integration und Prävention im Erziehungshilfebereich musste entstehen, welches den unterschiedlichen Aufgaben von Jugendhilfe und Schule in einem Konzept Rechnung trägt.
Konzeption der dezentralen Erziehungshilfe an der TLS
Ziel des Konzeptes ist, dass Kinder und Jugendliche mit erheblichen Erziehungsmängeln in der Regelschule bleiben und ein sozialverträgliches Verhalten erlernen können.
Folgende Gründe sprechen für einen Verbleib im Regelschulsystem:
- Immer mehr Jugendliche haben einen Nachholbedarf an Erziehung. Bis die Eltern wieder in die Lage versetzt werden, diesen Auftrag auszuführen, muss die Schule diesen Auftrag erfüllen.
- Jugendliche mit Auffälligkeiten im Sinne von Erziehungshilfebedarf brauchen haltgebende und tragfähige Beziehungen, auch in extremen Situationen. Sie führen diese extremen Situationen immer wieder herbei, in der Hoffnung, dass wir sie halten können, denn durch den Ausschluss vom Unterricht oder der Schule erleben diese Kinder Haltlosigkeit. Das bedeutet, dass jeder Ausschluss eine Bestätigung für sie ist, versagt zu haben und dass sie keiner aushält. Jugendliche mit diesen Instabilitäten und unerfüllten Forderungen nach Halt und Liebe werden nicht mit Kritik, Frust und Ausschluss erreicht. Im Gegenteil: Kritik können nur stabile Menschen aushalten und differenziert annehmen. Jugendliche mit Erziehungshilfebedarf werden mit Kritik immer instabiler und erhalten die Bestätigung, dass sie nichts wert sind. Daraus ergeben sich folgende Arbeitsweisen:
- wir nehmen sie so wie sie sind,
- wir suchen nach ihren Stärken und Ressourcen,
- wir verstärken positives Verhalten,
- wir bauen ein Belohnungssystem auf.
- Die Pubertät ist die instabilste Phase im Leben eines Menschen. Der Ablösungsprozess von den Eltern beginnt und eine neue Identität ist noch nicht in Sicht. Das heißt auch, dass das Selbstwertgefühl instabil ist. Mit vielen Dingen in der Kindheit müssen sich Pubertierende erneut auseinandersetzen. Die Bindung zu den Eltern wird abgelöst durch Bindungen zu Gleichaltrigen und anderen Vorbildern. Die Peer-Group erhält genauso eine neue Bedeutung wie nichtfamiliäre Erwachsene. Werden verhaltensauffällige Jugendliche mit anderen schwierigen Jugendlichen in einer Schule unterrichtet, befruchten sie sich gegenseitig negativ. In einer normal funktionierenden Klassengemeinschaft findet ihr negativ auffallendes Verhalten keine Resonanz, so dass sie sich etwas anderes überlegen müssen, um in den Regelklassen anerkannt zu werden. Die gleichaltrigen Klassenkameraden werden so zum positiven Vorbild.
- Alle Schüler profitieren voneinander. Jugendliche, die im Verlauf ihres Lebens durch das Leben mit vielen interessanten Schwierigkeiten soziale Kompetenzen erworben haben, sind eher in der Lage ihre kognitiven Fähigkeiten einzusetzen.
Das neue Konzept der dezentralen Erziehungshilfe versucht auf diese Anforderungen einzugehen, indem es:
- Jugendlichen und ihren Eltern Hilfen in der Erziehung zukommen lässt,
- die Schule personell verstärkt durch eine Lehrerin mit therapeutischen Zusatzausbildungen und einer Sozialarbeiterin mit Erfahrungen in der Erziehungshilfe,
- die Jugendlichen im normalen Klassenverband belässt,
- allen beteiligten Schülern, "normalen" wie "schwierigen", eine Ausbildung in sozialen Fähigkeiten zukommen lässt und
- das vielfältige präventive Angebot der Schulsozialarbeit ergänzt durch die Arbeit mit Klassen im sozialen Gruppentraining.
Die dezentrale Erziehungshilfe hat somit 2 Schwerpunkte:
- Präventionsarbeit mit Klassen, in denen der Anteil "schwieriger" Kinder besonders hoch ist,
- umfassende Betreuung von Jugendlichen, die momentan nicht in der Lage sind, sich an die Regeln der Schule zu halten oder im Unterricht mitzumachen.
Präventionsarbeit
In den neuen 5. Klassen, die in den laufenden Schuljahren an die Theodor-Litt-Schule gekommen sind, wurde eine Zunahme unsozialen Verhaltens beobachtet. In manchen Klassen fehlten Kinder, die durch sozial vermittelndes und integrierendes Verhalten einen Klassenverband positiv beeinflussen könnten. Kinder mit mangelndem Sozialverhalten stehen sich selber auch in ihrer Leistungsfähigkeit im Weg. Die dezentrale Erziehungshilfe bietet deshalb an:
- Sozial orientierte Projekttage
Ein mehrtägiges Schulungsprogramm wurde ausgearbeitet und bereits erprobt. Hier lernen Kinder und Jugendliche- aufeinander Rücksicht zu nehmen,
- sich zurückzunehmen,
- zuzuhören,
- miteinander zu kooperieren.
- Soziale Gruppenstunden
Aufbauend auf dem Wochentraining werden für einen längeren Zeitraum 1x pro Woche Interaktionsstunden angeboten, damit die in der Orientierungswoche gelegten Grundlagen eines besseren Miteinanders vertieft werden können.
Das Trainingsprogramm kann auch von anderen Jahrgängen gebucht werden und wird den unterschiedlichsten Anforderungen angepasst.
Intensive Einzelbetreuung im Rahmen der Hilfe zur Erziehung
In der intensiven Einzelbetreuung werden Kinder und Jugendliche mit Erziehungshilfebedarf, ihre Eltern und Lehrer ganz unterschiedlich in der Schule, im Elternhaus und nachmittags begleitet. Das vorliegende Konzept zeichnet sich durch eine flexible Arbeit aus, die von den Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen ausgeht und vom Schulamt, Jugendamt, Schule und freien Trägern der Jugendhilfe getragen wird.
Stärkung der Eltern
Besonderes Augenmerk liegt in der Unterstützung der Eltern, ihre Erziehungsaufgaben wieder wahrzunehmen und sie in ihrer Autorität zu stärken. Der regelmäßige Kontakt zu den Eltern findet meistens zu Hause statt.
Begleitung der Schüler im Regelunterricht
Die Jugendlichen nehmen am Regelunterricht teil. In einzelnen Stunden sind die Betreuerinnen mit dabei und helfen dem betreffenden Schüler ruhig zu bleiben und die Arbeitsaufträge zu erfüllen.
Teamteaching
Die Betreuerinnen können im Unterricht als Zusatzlehrkraft arbeiten. Hier sind sie für alle Schüler ansprechbar. Die Klasse kann geteilt werden, um differenzierten Unterricht durchzuführen.
Sozialtraining für Klassen mit Erziehungshilfeschülern
Erziehungshilfeschüler sorgen im Klassenverband für Unruhe und zusätzlichen Konfliktstoff. Der Klassenverband und die Klassenlehrer brauchen Handwerkszeug für die Integration dieser Schüler. Sie erlernen das durch Kooperations- und Kommunikationsstunden sowie durch Übungen zur Wahrnehmung und Akzeptanz, wie auch im Erlernen des Umgangs mit Ärger und Wut und anderen Gefühlen.
Begleitung bei Ausflügen und Wanderwochen
Jugendliche mit sozial unverträglichem Verhalten werden bei Ausflügen nicht mitgenommen. Das Risiko, dass diese Kinder ständig etwas anstellen, ist groß. Die Wanderwochen sind aber gute Trainingswochen. Deshalb begleiten die Betreuerinnen der Erziehungshilfe die Jugendlichen auf die Wanderfahrt und sind im Notfall nur für sie zuständig.
Einzelunterricht oder Unterricht in einer Kleingruppe
Jugendliche geraten immer wieder in Krisen, in denen sie für einen gewissen Zeitraum nicht in der Lage sind, am Unterricht teilzunehmen. Diese Jugendlichen werden dann einzeln entweder in der Schule, zu Hause oder an einem anderen Ort unterrichtet. Dieser Unterricht kann auch in einer Kleingruppe in der Schule stattfinden.
Beratung und therapeutische Interventionen
In Einzelstunden finden regelmäßig während des Schulvormittages Beratungen mit den Erziehungshilfeschülern statt. Hier werden die Verhaltensweisen der letzten Tage reflektiert, die Ziele überprüft und neue festgelegt. Dabei liegt die Verantwortung für das Verhalten beim Schüler.
Soziales Gruppentraining - Keep cool-Gruppe
In einem Nachmittagsangebot können alle betreuten Schülerinnen und Schüler in der Gruppe sozialverträgliches Verhalten lernen. Da alle betroffenen Schüler Enttäuschungen, Frustrationen und Druck nicht aushalten können, lernen sie dies in dem geschützten Rahmen der Kleingruppe. Die Teilnahme am Gruppentraining ist verbindlich und mit den Eltern abgestimmt. An diesem Training wirken Jugendliche als Co-trainer mit, die das soziale Verhalten bereits gelernt haben.
Hausaufgabenhilfe und Nachhilfe
Manche Jugendliche fallen auf, indem sie keine Hausaufgaben machen. Dadurch kommen sie leistungsmäßig im Unterricht nicht mehr mit, obwohl sie gute bis sehr gute Leistungen zeigen könnten. Ihre schwachen Leistungen kompensieren sie durch auffälliges Verhalten. Mit diesen Schülern werden die Hausaufgaben in der Schule am Nachmittag gemacht. In Einzelfällen erhalten sie auch Nachhilfe.
Nachmittagsbetreuung/Freizeitangebot
Nicht alle Jugendliche brauchen eine Betreuung in der Schule. Manchmal ist es sinnvoller, sich zu Hause zu treffen, gemeinsam spazieren zu gehen, einen Kinofilm anzuschauen oder ein Theaterstück zu besuchen. Fahrradfahren und gemeinsam einen Ausflug zu machen sind wichtige Bausteine, um eine Beziehung miteinander zu leben.
Beratungsangebot für Lehrerinnen und Lehrer, die EH-Schüler in ihrem Unterricht haben
Alle betreffenden "Helfer" setzen sich regelmäßig zusammen, um sich im Umgang mit den Schülern zu beraten und Ziele festzulegen.
Kontakt zu inner- und außerschulischen Einrichtungen, wie Schulsozialarbeit, Jugendamt und freie Träger der Jugendarbeit, Schulamt, Kinder- und Jugendpsychiatrie und Erziehungsberatung
Bei Jugendlichen mit Erziehungshilfe sind viele der oben genannten Stellen mitbeteiligt. Der regelmäßige Kontakt ist im Schulsystem von der Lehrerin, dem Lehrer nicht zu leisten. Hierfür sind die Betreuerinnen zuständig. Dazu gehört auch das Schreiben von Berichten und das Verfassen von Plänen.
Umsetzung
Das Projekt startete mit Schuljahresbeginn 2002/2003 ohne Konzept aus den oben beschriebenen Notwendigkeiten. Das Anfangskonzept entstand im September 2002 und wird seit dieser Zeit ständig überarbeitet. Die Umsetzung kann sehr schnell erfolgen, da durch die Schulsozialarbeit an der Theodor-Litt-Schule seit Jahren bereits Kinder und Jugendliche mit Beratungsbedarf betreut werden. Die Erziehungshilfe begreift sich deshalb als zusätzlicher Arm der Schulsozialarbeit, wenn alle anderen Betreuungs- und Beratungsangebote nicht greifen.
Aufwand und Übertragbarkeit
Aufwand: Der personelle Aufwand der integrierten Erziehungshilfe ist etwas höher als in einer Schule für Erziehungshilfe. Dafür fallen die Kosten für Unterbringung und Fahrt der Schülerinnen und Schüler weg. Es wird allerdings ein hohes Maß an Flexibilität von den Erwachsenen verlangt: Koordination mit verschiedenen Klassen- und Fachlehrern, Wechsel von Unterricht, Beratung, Begleitung und Krisenintervention.
Übertragbarkeit: Dieses System braucht Menschen, die sich den schwierigen Aufgaben stellen möchten und es aushalten können, dass es nicht immer "schnelle Lösungen" gibt. An der TLS ist die Zusammenarbeit zwischen Lehrern, Lehrern mit Beratungskompetenz und Sozialarbeiterinnen erprobt und funktioniert in gegenseitigem Respekt und Anerkennung. Dass schwierige Kinder nicht abgeschoben werden können, ist Konsens. Diese Schüler hin- und herzuschieben hat in den vergangenen Jahren zu keiner Lösung der Konflikte beigetragen. Auch in anderen Schulen befinden sich Lehrer und Lehrerinnen mit Beratungskompetenz. Deshalb könnten andere Schulen dieses Konzept ebenfalls einrichten.
Bilanz nach innen und außen
Eine Bilanz nach fast zwei Jahren zu ziehen, fällt schwer. Es kann aber folgendes festgestellt werden:
- Die Jugendlichen haben ein enormes Interesse, im Klassenverband zu bleiben. Sie sind bereit, ihr Verhalten für dieses Ziel zu ändern. Da ihnen dies nicht immer gelingt, ist ein enger Kontakt zu den Jugendlichen nötig. Sie im Unterricht zu halten, fordert sie oft genauso intensiv wie alle anderen Beteiligten.
- Die Belastung der Klassen und der Lehrkräfte ist enorm durch Jugendliche, die sich nicht in das Regelsystem integrieren lassen und dies erst noch lernen müssen. In der TLS gibt es aber sehr engagierte Lehrer und Lehrerinnen, die sich auf dieses Projekt eingelassen haben.
- Die Eltern brauchen Unterstützung, Training und Aussprache, vielleicht auch Therapie. Hier könnte in Richtung Selbsthilfe oder angeleitete Therapiegruppe an der Schule weitergedacht werden. Diese Aufgabe könnte in Kooperation mit anderen Trägern (z.B. Erziehungsberatungsstelle) erfolgen.
- Kinder haben einen langen Leidensweg. Ihr auffälliges Verhalten findet sich oft schon bereits im Kindergarten und in der Grundschule. Hier früher ansetzende, intensivere Formen der Zusammenarbeit und der Schulung im Umgang mit Verhaltensauffälligkeiten zu finden, wäre wünschenswert.
- Der Integrativen Erziehungshilfe stehen 2 Räume zur Verfügung, in denen Einzelgespräche, Einzel- oder Kleingruppenunterricht und soziale Gruppenarbeit stattfinden können.
- Die Kapazitäten für den Einzelunterricht oder den Unterricht in der Kleingruppe, die Begleitung im Regelunterricht und der Präventionsarbeit mit Klassen, die Arbeit zu Hause, sind eng. Das Konzept verlangt viel Flexibilität und Angleichung an die verschiedenen Stundenpläne. Manche Aufgaben müssen auch zu zweit erledigt werden (Soziale Gruppentrainings, Elterngespräche). Mit 5-6 zu betreuenden Jugendlichen stößt das Konzept mit zwei ganzen Stellen an seine Grenzen. Allerdings darf man nicht vergessen, dass durch das integrative System wesentlich mehr Jugendliche in den Genuss der Schulung sozialer Fähigkeiten kommen (160 in eineinhalb Jahren).
Zugehörigkeit, Aufnahmeverfahren und Sicherung der Qualität
Die dezentrale Erziehungshilfe ist Teil der Schulsozialarbeit der TLS. Auffällige Schülerinnen und Schüler werden von den Klassenlehrern der Schulsozialarbeit gemeldet. Diese entscheidet, welche Hilfen und Maßnahmen erforderlich sind. Erst bei festgestelltem Erziehungshilfebedarf erhält die integrative Erziehungshilfe den Auftrag. Im Jahr 2003/2004 wurden feste Strukturen der Koordination und Beratung innerhalb der Abteilung Erziehungshilfe in der Schule eingerichtet. Zu den bereits regelmäßig halbjährlich stattfindenden Hilfeplangesprächen mit dem Jugendamt, den Eltern, den Lehrern (Klassen- und EH-Lehrerin), der Sozialpädagogin und dem betroffenen Jugendlichen kommen noch drei Beratungsebenen innerhalb der Schule hinzu:
- Das EH-Team trifft sich regelmäßig 1-2 Stunden in der Woche. Es besteht aus den beiden betreuenden Kräften vom Schulamt und Jugendamt. Hier findet eine kollegiale Supervision über die konkrete Arbeit statt. Die sozialen Trainings werden gemeinsam vorbereitet und organisiert. Das EH-Team nimmt zusätzlich einmal im Monat an einer angeleiteten Supervisionsgruppe teil.
- Das Klassenteam bestehend aus den Regelschulkräften, der EH-Lehrerin und der Sozialpädagogin. Es berät sich fast täglich in der aktuellen Situation schnell und unbürokratisch. In den meisten Klassen erfolgen die Absprachen gut. Dafür sollen die integrierenden Klassenlehrer eine Deputatsstunde/Woche vom Kultusministerium erhalten.
- Das EH-Schulteam bestehend aus der Sozialpädagogin, der EH-Lehrerin und einer Mitarbeiterin der Schulsozialarbeit trifft sich bei Bedarf. In aktuellen Situationen kommen die betroffenen Lehrkräfte, Eltern und Jugendlichen und die Schulleitung dazu. Hier werden die fallbezogenen Förderpläne überprüft und fortgeschrieben, strukturbezogene organisatorische und inhaltliche Angelegenheiten besprochen und festgelegt.
Abschlussbemerkungen
Durch Ausgrenzung ganz unterschiedlicher Schwierigkeiten berauben wir uns alle der Vielfalt des gemeinsamen Lernens. Integration bedeutet: Integration von Lernbehinderungen jeglicher Art, Lernhilfeschülern, Hauptschülern, Realschülern, Gymnasiasten, Hochbegabten, Menschen mit anderer Hautfarbe und anderer Mentalität und Kindern und Jugendlichen mit Verhaltensschwierigkeiten. Ausgrenzung bedeutet für Kinder mit Lernschwierigkeiten unterschiedlichster Art Abschieben an den Rand der Gesellschaft. Für Kinder und Jugendliche in der Mitte bedeutet Ausgrenzung eine Eingrenzung. Sie werden der Möglichkeit beraubt, die Probleme unserer Gesellschaft im hier und jetzt zu lösen. Kinder, die in der Klasse gelernt haben, positiv auf Menschen mit Defiziten zu reagieren, mit ihnen zu arbeiten, werden auch in der Zukunft gegenüber Problemen und Schwierigkeiten auf zwischenmenschlicher Ebene aufgeschlossen sein. Intellektuelle Fähigkeiten gedeihen mit sozialem Engagement besser, wie Goleman in seinem Buch "Emotionale Intelligenz" schlüssig nachgewiesen hat und PISA bestätigt.
In diesem Sinne sagen wir auch Danke allen, die das Team der TLS beraten, unterstützen und fördern. Besonderem Dank gilt hierbei dem Staatlichen Schulamt für den Kreis Heppenheim und den Odenwaldkreis und dem Jugendamt des Odenwaldkreises.