Aufbaustufe
Die Jahrgänge 5 und 6 arbeiten bereits nach dem Konzept der neuen Mittelstufenschule. Zur Zeit besuchen knapp 190 Schülerinnen und Schüler diese beiden Jahrgänge. Diie Klassen sind vierzügig (5a-5d / 6a-6d), wobei jeweils 2 Klassen im Ganztagsbetrieb tätig sind.
Die Aufbaustufe (3 Jahre lang: von Klasse 5 bis 7) versteht sich als pädagogische Einheit, in der Schülerinnen und Schüler nach ihren Fähigkeiten möglichst individuell gefordert und gefördert werden. Ein großer Vorteil der Aufbaustufe liegt darin, dass nach Beendigung der Grundschulzeit den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit gegeben wird, sich weitere drei Jahre zu entwickeln, bevor eine Entscheidung hinsichtlich der weiteren Schullaufbahn: praxisorienteirter Bildungsgang (Ziel = Qualifizierender Hauptschulabschluss) oder mittlerer Bildungsgang (Ziel = Qualifizierender Realschulabschluss mit der Möglichkeit gymnasiale Oberstufe) zu treffen ist. NEU im nächsten Schuljahr wird das Angebot einer bilingualen Klasse sein. Hier erhalten die Kinder 7 statt 5 Englischstunden pro Woche und in den folgenden Jahren auch Fächer wie Biologie, Erdkunde, Geschichte auf Englisch. Hier sind besonders die Kinder gut aufgehoben, die nach 6 Jahren TLS an die gymnasiale Oberstufe des Beruflichen Gymnasiums wechseln wollen, um dort das INTERNATIONALE ABITUR (Allgemeine Hochschulreife mit internationaler Ausrichtung) zu erlangen.
Wie funktioniert der Übergang von Klasse 4 der Grundschule in die Klasse 5 der Theodor-Litt-Schule?
Die Lehrer und Lehrerinnen der Aufbaustufe arbeiten mit den Kolleginnen und Kollegen der Grundschulen zusammen (Stadtschule, Schule am Hollerbusch, Grundschulen in Steinbach, Weiten-Gesäß und Vielbrunn bzw. Erbach, Mossautal, Brombachtal, Bad König u.a.). Nach Infoabenden für Grundschullehrerinnen und -lehrer sowie Eltern gibt es im November den Tag der offenen Tür für Eltern und Kinder. In persönlichen Gesprächen klären wir die schulischen Bedürfnisse der Familien, um gezielt und individuell zu schauen, wie erfolgreich gelernt werden kann. Nach der Anmeldung an der TLS wird ein Übergabeprotokoll zu jedem Schüler angefertigt. In persönlichen Gesprächen zwischen den abgebenden und den aufnehmenden Lehrern werden dann die neuen Klassen unter pädagogischen Aspekten zusammengesetzt.
Der Unterricht findet im 5. Schuljahr im Klassenverband statt, wobei die Klassenlehrerin bzw. der Klassenlehrer einen hohen Stundenanteil besitzt.
Das erste Jahr dient dem Kennenlernen und der Ermittlung der Ausgangssituation für jedes Kind. Es werden verschiedene diagnostische Tests (Lesen, Schreiben, Rechnen) mit anschließender Beratung durchgeführt, die deutlich machen, wo Stärken und Schwächen liegen. Die Ergebnisse haben direkte Auswirkungen auf den Unterricht in den Fächern und auf die individuelle Förderung der Kinder. Hierzu zählt auch das Aufspüren von Stärken, um dann in Expertenkursen weitere Fortschritte zu machen.
Mit Beginn der Klasse 6 erfolgt eine Differenzierung der Fächer Mathematik und Englisch in Erweiterungskurse (leistungsstärkere Kurse mit den Kompetenzstufen A und B) und Grundkurse (kleinere Kurse mit langsamerer Progression). In den regelmäßigen Fachkonferenzen werden Unterrichtsinhalte besprochen, aufeinander abgestimmt und vergleichbare, abgestufte Klassenarbeiten konzipiert.
Der Sinn des Kurssystems liegt darin, die Leistungsmöglichkeiten der Schüler besser zu fördern und ihnen Lernerfolge zu sichern, denn weder eine Über- noch eine Unterforderung eines Schülers ist für das Lernen sinnvoll.
Insbesondere für Schülerinnen und Schüler mit Mischbegabungen bietet das Kurssystem größere Chancen. Dies beinhaltet auch, dass Schülerinnen und Schüler während ihrer Aufbaustufenzeit Kurse wechseln können. Umstufungen, d.h. ein Wechsel von einem niedrigeren Kurs in einen höheren und umgekehrt sind einmal im Halbjahr möglich. Fachkonferenzen prüfen eine jeweilige Umstufung, um den bestmöglichen Lernerfolg zu sichern, denn Lernerfolge sind ein wichtiger Bestandteil für die Entwicklung von Vertrauen in das eigene Leistungsvermögen. Begleitet werden solche Kurswechsel immer von individuellen Fördermaßnahmen.
Im siebten Schuljahr erfahren Methodencurriculum und soziales Lernen eine Ergänzung durch Bausteine der Berufsorientierung, insbesondere von Verfahren, die eigene Stärken, Talente und Neigungen aufspüren und gleichzeitig eine erste Orientierungsphase für Berufsfelder und Tätigkeitsbereiche beinhalten.
Wie geht es weiter nach dem 7. Schuljahr?
Ab der Klasse 8 geht es je nach Talentschwerpunkt in Klassenteams gezielt auf den passenden Abschluss zu. Die weiterführenden Bildungsangebote an der Theodor-Litt-Schule sind die mittleren Bildungsabschlüsse der Hauptschule (nach Klasse 9) und der Realschule (nach Klasse 10). Bei entsprechenden Leistungen sind immer auch die jeweils höheren Abschlüsse möglich. Während des zweiten Halbjahres der 7. Klasse wird frühzeitig über die weiteren Bildungswege in einem Elternabend informiert. Im Halbjahreszeugnis wird bereits ein Trend bezüglich des Bildungsweges angegeben.
An einem Elternsprechtag findet eine individuelle Beratung über den Leistungsstand, die Entwicklung und das Arbeitsverhalten der Kinder statt. Falls der Elternwunsch nicht mit der Empfehlung der Schule übereinstimmt, erfolgt eine zweite Beratungsphase in Form einer Klassenkonferenz, in der nochmals alle nötigen Aspekte diskutiert werden. Das Beratungsverfahren schließt mit einer Empfehlungskonferenz, die den Bildungsgang der Schülerin oder des Schülers - unter Berücksichtigung des Leistungsstandes, der Lernentwicklung und der Arbeitshaltung - festlegt.
Ähnlich dem Übergang nach Klasse 4 werden auch hier Übergabeprotokolle von den abgebenden Lehrern angefertigt und gemeinsam mit den weiterführenden Lehrern eine sinnvolle Klasseneinteilung für die 8. Klasse Hauptschule und 8. Klasse Realschule vorgenommen.
Inhaltliche Schwerpunkte der Aufbaustufe
- Bilinguale Klassen ab 2012/2013
- Ganztagsklassen
- fächerübergreifendes und projektorientiertes Arbeiten
- Diagnostik in Lesen, Rechnen, Schreiben
- individuelle Lernbegleitung
- Fordern und fördern
- Methodikbausteine: Lernen, wie man lernt
- Klassenlehrerstunde
- Lions Quest Programm (Soziales Lernen)
- Das Trainingsraum-Modell
- Schülerbücherei
- Hausaufgabenzentrum
- Lernwerkstatt Englisch, Mathematik, Deutsch
- Förderkurse in Deutsch, Englisch, Mathematik
Die Aufbaustufe der Theodor-Litt-Schule entwickelt sich in ihrer Förderkonzeption sowie in der Lehrerfortbildung ständig weiter, um eine erfolgreiche Schularbeit zu gewährleisten.
Besondere Aktivitäten in der Aufbaustufe
- Vorlesewettbewerb
- Lesenacht
- Besuch der Matzschen Bibliothek in Michelstadt
- Besuch des Gutenberg-Museums in Mainz
- freiwillige Teilnahme an den hessenweiten Lernstandserhebungen im 6. Schuljahr
- Besuch der Veranstaltungen der Musikschule Erbach
- Aktion "Achtung Auto" - Veranstaltung des ADAC hinsichtlich der Verkehrssicherheit
- Fahrradturnier der 6. Klassen
- Gesunde Schule
- Mensarat
- Aktion "Kids gegen Gewalt" (Zusammenarbeit mit der Polizei)
- Gestaltung des Bienenmarktes in Zusammenarbeit mit der Stadt und den Grundschulen und Kindergärten
- Präsenz auf dem Michelstädter Weihnachtsmarkt mit eigenen Bastelarbeiten